Datum/Zeit
12.04.2015
00:00 Uhr

Veranstaltungsort
St. Ursula


Vokalmusik des Mittelalters und zeitgenössische Instrumentalmusik zum Barmherzigkeitssonntag

Ensemble Ala Aurea: Maria Jonas (Gesang), Lucia Mense (Flöte)

Codex Paradiese, Hildegard von Bingen, Liederbuch der Anna von Köln Berliner Hs 190, Lardario di Cortona & Mario Lavista (Mexico, *1943), Isang Yun (1917-1995)
Nach Thomas von Aquin (* um 1225; † 7. März 1274) ist die Barmherzigkeit die größte aller Tugenden:
“An sich ist die Barmherzigkeit die größte der Tugenden. Denn es gehört zum Erbarmen, dass es sich auf die anderen ergießt und – was mehr ist – der Schwäche der anderen aufhilft; und das gerade ist Sache des Höherstehenden. Deshalb wird das Erbarmen gerade Gott als Wesensmerkmal zuerkannt; und es heißt, dass darin am meisten seine Allmacht offenbar wird.” (Summa Theologiae II-II, q. 30, a. 4)

Seit dem Heiligen Jahr 2000 begeht die katholische Kirche den Weißen Sonntag weltweit als „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“. Es ist also ein ganz neues Fest, das man in den mittelalterlichen Offizienbüchern nicht findet. So haben wir bei der Programmauswahl nicht allein dort nachgeschaut und gefunden, sondern auch bei Hildegard von Bingen, den deutsch-niederländischen Liederbüchern der „Devotio Moderna“ und den italienischen Laudarien. Wir sind sogar noch weiter gegangen und haben bei der Instrumentalmusik bewusst auf zeitgenössische kontemplative Musik gesetzt.

Die Barmherzigkeit ist ruhig, fließend und leise. Sie eröffnet sich demjenigen, der an sie glaubt und sie in Ruhe in sich aufnehmen kann.

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